Das neue Hotel Belvedere war damals wie heute ein prächtiger Bau an bester und aussichtsreichster Lage mit einer, den modernen Anforderungen entsprechenden Ausstattung. Auch der Standort war bestens gewählt, so befand sich zwei Häuser weiter bei der heutigen Kantonalbank das Post- und Telegrafengebäude, wo die Postkutschen mit Reisenden ankamen und abfuhren und ein Pferde-Omnibus die Kurgäste komfortabel zur Trinkhalle in Nairs fuhr. Unweit entfernt, am heutigen Standort des Engadin Bad Scuol, eröffnete 1879 das Scuoler Badehaus. Und auch der Stradun entwickelte sich weiter zur beliebten Flaniermeile mit diversen Geschäften, Cafés und Restaurants.
Das alles konnte Anna Maria Arquint-Rosler, die mutige Gründermutter des Belvederes, jedoch nicht mehr lange miterleben – sie verstarb bereits im November 1876. Den Hotelbetrieb führte fortan ihr Sohn Conradin Arquint. Und das Belvedere – es wird in den folgenden 150 Jahren noch eine Menge erleben.